- So lautete zumindest die gestrige Schlagzeile der bayrischen Ausgabe des ominösen Trash-Blattes
Bild. Schenkt man der Meldung Glauben, soll
CSU-Sozialministerin Christine Haderthauer in einem Interview angeblich ein
Verbot von World of Warcraft gefordert haben. Das tatsächliche Ziel Haderthauers ist es jedoch die Kriterien, nach denen die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (
USK) ihre Altersfreigabe für Computerspiele erteilt, zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten.
Unter anderem soll das Thema
"Spielesucht" bei zukünftigen Prüfungen der USK berücksichtigt werden. Auf diese halbwegs verständliche Forderung Haderthauers folgte jedoch folgende Aussage: "
Eltern dürfen sich nicht in Sicherheit wiegen, weil ein Spiel eine Altersfreigabe hat. Es kann dennoch ein brutales Killerspiel sein" und begründete die schlechte Arbeit der USK: "
Da findet eine Vorauswahl des Materials statt. Die schlimmsten Gewaltszenen bekommen die Gutachter oft gar nicht vorgelegt. Das Ergebnis sind Altersfreigaben, über die die Gutachter selbst entsetzt sind, wenn sie das Spiel dann ganz sehen."
Nur blöd, dass das Zertifikat entzogen wird, sollten nach der Altersfreigabe Inhalte implementiert werden, die einer höheren Altersklasse entsprechend bewertet würden. Haderthauer fordert die Möglichkeit, ein Verbot wegen Jugendgefährdung auch nach der Altersfreigabe erteilen zu können.
Laut
Golem.de steht das Thema "Jugendschutz - Vollzug und Optimierungsmöglichkeiten" auf der vorläufigen Tagesordnung für die Kabinettssitzung am Dienstag, den 5. Mai 2009 - Wir können gespannt sein, auf welch Erkenntnisse unsere Experten diesmal kommen.